Geschäftsreisen

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Negativpreis „Kaktus des Jahres“ geht an Eurowings

Der österreichische Verband der Geschäftsreisebranche, Abta, zeichnet mit dem symbolischen Preis die zahlreichen Verspätungen und Flugausfälle der LH-Tochter aus. Diese hätten Travel Manager und Geschäftsreisenden dieses Jahr am meisten belastet.

05.12.2018, 13:30 Uhr
Abta-Präsident Andreas Gruber
Foto: PR

Für 2018 war das Ergebnis keine Überraschung: Für 43 Prozent der befragten Travel Manager und Travel Assistants waren die vielen Flugausfälle und Verspätungen bei Eurowings die größte Zumutung im abgelaufenen Jahr.

Ebenfalls ärgerlich und knapp dahinter an zweiter Stelle folgten die zunehmend intransparente Flugpreis-Darstellungen der Fluggesellschaften (42 Prozent) sowie mit großem Abstand an dritter Stelle die versteckten Schäden bei der Mietwagen-Übergabe (13 Prozent).

Zudem gab es auch zahlreiche Spontan-Nennungen der Travel Manager über immer wieder auftretende Ärgernisse unter dem Titel „persönlicher Kaktus“. Unter diesen Anmerkungen wurden am häufigsten Flugverspätungen und Ausfälle genannt. Weitere Nennungen bemängelten die zu langen Wartezeiten bei Sicherheitskontrollen, unterschiedliche Gewichtsbeschränkungen von Freigepäck und Handgepäck, ungesundes Flugzeugessen, überteuerte Preise für Trinkwasser an Flughäfen, extrem lange Bearbeitungszeiten von Beschwerden wegen Flugausfällen und Verspätungen. Aber auch zu langsame Antwortzeiten von Hotels und fehlende oder schlecht zu findende E-Mail-Adressen von Hotels wurden kritisiert.

Geschäftsreisende nervt die Gepäckabgabe am Automaten

Bei der Umfrage wurde auch danach gefragt, welche Vorkommnisse für die Geschäftsreisenden selbst am ärgerlichsten sind. Spitzenreiter sind hier überteuerte Flughafen-Transfers (45 Prozent), gefolgt von der Gepäckaufgaben an Automaten in Flughäfen (36 Prozent). Kritisch beurteilt werden auch die High-Tech-Steuerung von Licht und Klima in Hotelzimmern (19 Prozent).

Mit dem „Kaktus des Jahres“ wolle die Abta bei den Mitarbeitern und Managern der Leistungsträger das Bewusstsein dafür schärfen, Ärgernisse aus dem Weg zu räumen. ,„Unsere Mitglieder geben uns und den Leistungsträgern wertvolle Hinweise, was im Alltag der Geschäftsreisen verbessert werden kann“, sagt Abta-Präsident Andreas Gruber. „In den öffentlichen Diskussionen über Reiseunternehmen kommt unserer Meinung nach die Kundenperspektive oftmals zu kurz. Der „Kaktus“ ist daher die Stimme der direkt Betroffenen, mit dem wir auf Ärgernisse hinweisen.“ (OG)

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