Insolvenz-Verfahren (Update)

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Konkursantrag für Niki in Österreich gestellt

Die Air-Berlin-Tochter Niki hat wie angekündigt in Österreich ein zweites Konkursverfahren beantragt. Das Fluggast-Portal Fairplane dringt jedoch weiter auf eine Verlegung des Hauptverfahrens in das Land.

11.01.2018, 11:05 Uhr
Wie geht es weiter mit Niki? Nun wurde ein Sekundär-Insolvenz-Verfahren in Österreich eröffnet.
Foto: Lenthe/touristik-foto.de

Mit diesem sogenannten Sekundär-Insolvenz-Antrag beim Landesgericht Korneuburg soll der bereits ausgehandelte Kaufvertrag mit der British-Airways-Mutter IAG abgesichert werden, wie der Wiener Gläubigerschutz-Verband AKV berichtet.

Die Air-Berlin-Tochter Niki hat laut AKV fristgerecht in Österreich ein zweites Konkursverfahren beantragt. Zuvor hatte der vorläufige Insolvenz-Verwalter Lucas Flöther beim Bundesgerichtshof eine Beschwerde gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin eingelegt, dass das Insolvenz-Verfahren in Österreich geführt werden müsse. Niki war – nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz – ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert.

Das Fluggast-Portal Fairplane dringt allerdings auf die Eröffnung eines Hauptverfahrens in Österreich. Das nun von Flöther beim Landesgericht Korneuburg beantragte Sekundär-Insolvenz-Verfahren sei „teurer und komplizierter“ als nötig, sagte Fairplane-Geschäftsführer Andreas Sernetz in Wien. Im Interesse aller Beteiligten komme es nun auf schnelle Rechtssicherheit an, damit der Kauf von Niki durch die British-Airways-Mutter IAG wie geplant über die Bühne gehen könne. Sernetz geht davon aus, dass ein österreichischer Masseverwalter kein Interesse daran hätte, den Deal platzen zu lassen. „Kein Masseverwalter wird den Verkauf blockieren.“

Das Fluggast-Portal Fairplane war juristisch gegen das deutsche Insolvenz-Verfahren vor dem Landgericht Berlin vorgegangen. Nach Ansicht von Fairplane ist die Justiz in Österreich für das Insolvenz-Verfahren zuständig. Dieser Sichtweise hat das Berliner Landgericht zugestimmt. Nach Darstellung des vorläufigen Insolvenz-Verwalters Lucas Flöther bleibt das Hauptverfahren jedoch in Deutschland.

Niki war – nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz – ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. (dpa)

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