Luftfahrtbundesamt

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Website informiert über Kerosinablass

In diesem Jahr haben Flugzeuge bislang rund 500 Tonnen Treibstoff über Deutschland abgelassen. In der Regel passiert so etwas aber nur in Notsituationen.

von Oliver Graue, 28.09.2018, 13:56 Uhr

Er kommt selten vor, dann aber sorgt er meist für Irritationen: der sogenannte Kerosinablass. Seit wenigen Tagen nun informiert das Luftfahrtbundesamt auf einer neuen speziellen Website über diese Fälle – allerdings erst drei Tage später. Gefordert hatte dies das Land Rheinland-Pfalz.

Für dieses Jahr sind in der Liste bislang 17 dokumentierte Fälle enthalten. Die Menge des abgelassenen Kerosins bewegt sich zwischen 0,1 Tonne (Ende März über Schleswig-Holsteins Süden) und 92 Tonnen (Ende Juli über dem Pfälzer Wald). Deutschlandweit waren es insgesamt rund 500 Tonnen Treibstoff.

Rheinland-Pfalz am stärksten betroffen

Mit Abstand am stärksten betroffen ist der Pfälzer Wald. Fast die Hälfte aller gemeldeten Fälle fanden hier statt, sowohl von Zivil- als auch von Militärflugzeugen. In mehr als 50% aller Treibstoffablässe sind technische Probleme am Flieger die Ursache. Die Gründe für die andere Häfte sind unbekannt.

Treibstoffablässe kommen in aller Regel dann vor, wenn der Pilot wegen einer Notsituation schnell landen muss, das Flugzeug dafür jedoch noch zu schwer ist. Dann darf er zuvor Treibstoff ablassen, um das Gewicht zu reduzieren. Nach Angaben des Luftfahrtverbands BDL ist dies in Deutschland etwa 21 Mal pro Jahr der Fall. Geschehen muss dies in mindestens 1800 Metern Flughöhe und über möglichst unbesiedeltem Gebiet. Umweltauswirkungen wurden laut BDL bislang nicht festgestellt.

Bürgerinitiative fordert umfassende Analyse

Gegen den Kerosinablass – vor allem jedoch gegen die Geheimhaltung – kämpft die Bürgerinitiative „Pro Pfälzerwald“. Nur mit Hilfe einer umfassenden Übersicht könne geklärt werden, wieviel Kerosin am Boden ankomme und ob es für Natur, Mensch und Umwelt schädlich sei.

Auf Veranlassung der Initative haben mehr als 75.000 Bürger eine Petition unterschrieben, in der eine Analyse des Kerosinablasses gefordert wird. Sie wurde dem Mainzer Landtag übergeben.

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