Malaysische Regierung

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Fund als Teil einer B-777 identifiziert

Die angetriebene Flügelklappe stammt von einer B-777 – und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit vom vermissten Flug MH-370. Am Wochenende sicherten die Behörden weitere Trümmerteile. Klärt sich das Rätsel um MH-370?

03.08.2015, 07:34 Uhr

Fast eineinhalb Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH-370 könnte es in dem Fall bald eine erste Gewissheit geben. Das am Mittwoch auf La Réunion angeschwemmte Flugzeugteil wurde eindeutig als Flügelklappe einer B-777 identifiziert – das erklärte der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai am Sonntag. Derzeit wird nur ein Flugzeug dieses Typs vermisst: die Maschine, die für den verschollenen Flug MH-370 der Malaysia Airlines eingesetzt wurde.

Liow sagte, die Flügelklappe sei durch französische Behörden, den Flugzeug-Hersteller Boeing, die US-Verkehrssicherheitsbehörde sowie die malaysische Luftverkehrsbehörde identifiziert worden. Das Wrackteil kam am Samstagabend in Toulouse zur Untersuchung an. Dort wollen Experten am Mittwoch weitere Untersuchungen beginnen. Diese Analyse soll klären, ob das Teil definitiv vom Malaysia-Airlines-Flugzeug stammt, das am 8. März 2014 vom Radar verschwand und seitdem spurlos verschollen ist.

Unterdessen wurde auf La Réunion ein weiteres Trümmerteil entdeckt. Ob es sich bei dem Gegenstand ebenfalls um ein Stück einer B-777 handele, sei derzeit völlig unklar, berichtete die Zeitung „Journal de l'île de La Réunion“ am Sonntag. Die Nachrichtenagentur AFP meldete, ein etwa 10 mal 10 Zentimeter große Metallobjekt sei am Sonntagmittag im Hauptort Saint-Denis im Norden der Insel von einem Spaziergänger gefunden worden. Es enthalte einen mit Leder überzogenen Griff sowie zwei Symbole.

Angesichts der Funde sind auch Beamte anderer Inseln im Indischen Ozean alarmiert: Jean Attala von der Küstenwache der Seychellen sagte, es gebe zwar keine organisierte Suchaktion nach weiteren Trümmerteilen, man halte aber aufmerksam Ausschau.

Ermittler gehen davon aus, dass Flug MH-370, der eigentlich von Kuala Lumpur nach Peking führen sollte, im südlichen Indischen Ozean abstürzte – möglicherweise westlich der australischen Stadt Perth, etwa 4000 Kilometer von der jetzigen Fundstelle entfernt. Das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 vom Radar verschwunden. Es flog danach noch sieben Stunden Richtung Süden, wie automatische Satellitensignale nahelegten. Ermittler gehen bislang davon aus, dass die Maschine abstürzte, als der Treibstoff ausging. Niemand weiß, was an Bord passierte. Zwei Drittel der Passagiere stammten aus China. (dpa)

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