Naturkatastrophe

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Staatstrauer nach Erdbeben im Iran angeordnet

Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und Irak mit mehr als 400 Toten verordnet Teheran einen staatlichen Trauertag. Die betroffenen Menschen hadern teilweise mit der offiziellen Hilfe. Nun sucht der Präsident Hassan Ruhani die Katastrophen-Region auf.

14.11.2017, 07:26 Uhr

Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen raschen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt. „Heute stehen alle Iraner hinter Kermanschah, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können“, sagte er nach seiner Ankunft im Katastrophen-Gebiet.

Die Regierung in Teheran setzt sich dafür ein, dass die vom Beben betroffenen Städte rasch wieder aufgebaut werden können. „Unser Fokus sind Wohnkomplexe, da müssen wir den Menschen bei dem Aufbau besonders zur Seite stehen“, sagte Ruhani, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machen wollte.

Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen durch den Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 423 Menschen ums Leben. Außerdem wurden mehr als 7000 Verletzte gezählt. Der Mittelpunkt des Bebens lag in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah.

Die weitaus meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze. Am schlimmsten traf es die beiden Grenzstädte Sare Pole Sahab und Ghassre Schirin. Trotz Kälte verbrachten viele Menschen in der Provinz die Nacht angesichts von mehr als 200 Nachbeben im Freien.

Die Bergungsarbeiten seien in manchen Städten beendet, in anderen gehen sie jedoch weiter, hieß es. Sowohl die Menschen als auch die Behörden in Kermanschah sind offenkundig nicht zufrieden mit der Hilfe aus Teheran, hoffen jedoch, dass sich das nach Ruhanis Besuch ändert. Die Regierung hat den heutigen Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt.

Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. „Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff“, schrieb er auf seiner Twitter-Seite. Er werde seine Kollegen jedoch bei Bedarf in Kenntnis setzen. Neben einigen arabischen Staaten hatte die internationale Gemeinschaft, auch Irans Erzfeinde USA und Israel, dem iranischen Volk ihr Beileid ausgesprochen. (dpa)

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