Private-Channel-Vertrieb

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Sabre und Air France-KLM im Clinch

Reisebüros können den GDS-Aufschlag von Air France-KLM bei Sabre nicht umgehen. Die Verhandlungen über den Private-Channel-Vertrieb stecken fest, so Sabre-CCO Roshan Mendis.

von Georg Jegminat, 12.07.2018, 10:30 Uhr
Sabre-CCO Roshan Mendis ist unzufrieden mit den von Air France-KLM gebotenen Vertriebskonditionen, mit denen der GDS-Aufschlag vermieden werden kann.
Foto: Mike Gibson Photo

Seit April verhandeln Sabre Travel Network und die europäische Airline-Gruppe Air France-KLM über die Konditionen für den so genannten Private-Channel-Vertrieb. Doch nun sieht sich Roshan Mendis, CCO von Sabre Travel Network, genötigt, seinen Reisebüro-Kunden mitzuteilen, dass keine Vereinbarung erreicht werden konnte, mit denen sie den GDS-Aufschlag vermeiden können. „Wir reden weiter und wir vertreiben auch weiter die Tickets von Air France-KLM. Aber nach mehreren Monaten sind die Gespräche noch immer ohne Ergebnis geblieben“, so Mendis gegenüber der fvw.

Grundlage des Vertriebs über einen Private Channel sind Vereinbarungen zwischen Reisebüros und Airlines. Allerdings steckt dazwischen als Dienstleister ein GDS-Betreiber und veränderte Konditionen zwischen dem GDS-Betreiber und der jeweiligen Airline. Einen entsprechenden Vertrag hat Sabre beispielsweise mit der IAG-Gruppe (British Airways, Iberia, Aer Lingus) geschlossen.

Zugang zu Flug-Content ist kritisch

„Wir wollen sicherstellen, dass wir einen effizienten und effektiven Marktplatz für Reiseleistungen bieten können“, erläutert der Sabre-CCO. Diese Intention kann offenbar durch die von Air France-KLM gebotenen Konditionen nicht erzielt werden.

Mendis erklärt, dass man sich in drei Punkten nicht mit dem Airline-Konzern habe einigen können. Erstens habe nicht sicher gestellt werden können, dass Sabre einen umfassenden Zugang zum Content der Airlines erhält. Zweitens sei man über die Laufzeit des Vertrags nicht einig geworden. Drittens ist Sabre nicht mit den ökonomischen Konditionen einverstanden. Dabei dürfte es über die Höhe der Buchungsentgelte gehen und um die Incentives, die Sabre Travel Network an Vertriebspartner weitergeben kann.

„Die von Air France-KLM angebotenen Konditionen sind nicht fair und ausbalanciert für unsere Reisebüro-Partner und für uns“, resümiert Mendis. Möglicherweise hofft er, dass der Druck durch Reisebüros bei den weiteren Verhandlungen hilft. „Von Agenten in Frankreich und den Benelux-Ländern erhalten wir schon viel Zuspruch“, sagt der Sabre-Manager. In diesen Märkten sind die Flugangebote der Airline-Gruppe besonders relevant.

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