Geschäftsreise

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Reisende vergeuden Arbeitszeit

Dienstreisen sind viel zu häufig nicht gut genug geplant. Zu dieser Erkenntnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel 2012“, die der DRV in Auftrag gegeben hatte.

von Sabine Pracht, 18.09.2012, 11:09 Uhr
Warten gehört bei Geschäftsreisenden dazu.
Foto: Stockbyte

Im Schnitt verlieren Geschäftsreisende bei jedem Dienstausflug 48 Minuten durch unzureichende Reiseplanung, ungünstige Anschlussverbindungen oder schlecht gewählte Unterkünfte. Das hat der Deutsche Reiseverband (DRV) in seiner Studie „Chefsache Business Travel 2012“ herausgefunden, für die 222 Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung aus Unternehmen ab 300 Mitarbeitern befragt wurden.

Damit verlieren deutsche Unternehmen bei 164 Mill. Geschäftsreisen im Jahr insgesamt mehr als 130 Mill. Stunden Arbeitszeit. Bei Durchschnittskosten von rund 30 Euro pro geleistete Arbeitsstunde macht das einen finanziellen Verlust von 3,9 Mrd. Euro pro Jahr. Ein Grund für ineffiziente Dienstreisen könnte sein, das viele Unternehmen kein professionelles Travel Management und Reisebüro im Rücken haben. Denn auch in diesem Punkt deckt die Studie Schwächen auf. Nur jedes dritte befragte Unternehmen arbeitet mit einem auf Geschäftsreisen spezialisierten Reisebüro zusammen.

„Ein Großteil des Zeitverlustes, zum Beispiel lange Wartezeiten bei Anschlussverbindungen, verpasste Züge und Flüge oder unnütze Fahrten wegen schlecht gewählter Hotelstandorte, ließe sich durch eine effektive Planung im Vorfeld, das heißt ein professionelles Geschäftsreisemanagement verhindern“, wirbt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel des DRV, für die Geschäftsreisebüros.

Unter dem Titel „Chefsache Business Travel“ hatte der Verband auf der ITB 2012 eine große Imagekampagne für Geschäftsreisebüros angekündigt. Die Studie ist offenbar ein Teil davon. Ziel des DRV-Ausschusses Business Travel ist es, Geschäftsreisen als strategisches Management-Thema zu verankern und den Nutzen eines professionellen Reisemanagements in Zusammenarbeit mit den Geschäftsreisebüros auf Entscheider-Ebene besser bekannt zu machen.

Mit dreimonatiger Verspätung wurde nun auch die eigens für die Kampagne geschaffene Website freigeschaltet.

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