Sturmflut

(0)

Hurrikan „Florence“ trifft Südostküste der USA mit Wucht

Tagelang wappnete sich die Südostküste der USA für „Florence“ – nun ist der Hurrikan da. Zwar hat der Sturm auf dem Weg an die Küste an Stärke nachgelassen, zerstörerische Kraft hat er trotzdem. Und er wird wohl lange wüten.

14.09.2018, 17:24 Uhr
Land unter: „Florence“ bringt Überschwemmungen mit sich.
Foto: imago/ZUMA Press

Mit Wucht ist Hurrikan „Florence“ auf die Südostküste der USA getroffen. Das Zentrum des Wirbelsturms stieß am Freitagmorgen (Ortszeit) in Wrightsville Beach in North Carolina auf Land. Der Sturm sorgte für schwere Fluten, heftige Böen und extreme Regenfälle. Katastrophenschützer mussten ausrücken, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten. Der Fernsehsender CNN berichtete, mehr als 400.000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom. Experten warnen vor tagelangen heftigen Regenfällen.

Es liefen bereits viele Notfalleinsätze in der betroffenen Küstenregion, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long. Als eine der ersten Gegenden wurden die Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Inselkette in North Carolina. Auch den Ort New Bern an der Küste North Carolinas traf die Sturmflut. Rund 150 Menschen warteten hier zwischenzeitlich darauf, von Rettungskräften aus den Wassermassen gerettet zu werden, wie der National Weather Service auf Twitter meldete.

Die Auswirkungen von „Florence“ zeigten sich an vielen Orten. Flüsse traten über die Ufer, Uferstraßen wurden überspült. Mehr als 1300 Flüge wurde laut CNN an der US-Ostküste gestrichen. In der Nähe von Wilmington in North Carolina – unweit des Ortes, an dem „Florence“ auf die Küste traf – hatte der Stromversorger Duke Energy ein Atomkraftwerk vorsichtshalber vom Netz genommen.

Der Sturm traf mit Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde auf die Küste. „Florence“ war über dem Atlantik tagelang angewachsen und hatte sich zwischenzeitlich zu einem Hurrikan der Stärke 4 entwickelt. Vor der Ankunft an der Küste verlor der Sturm zwar deutlich an Kraft und schwächte sich zu einem Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 ab. Experten halten den Sturm dennoch für sehr gefährlich. Es sind weniger die Windgeschwindigkeiten, sondern vor allem die Wassermassen, die ihnen Sorgen bereiten.

Es sei besonders problematisch, dass sich „Florence“ sehr langsam bewege, sich lange über den Küstengebieten halte und enorme Wassermassen dorthin trage, sagte der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami (Florida), Ken Graham. Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast des Sturms bis zu vier Tage lang über das Land ergießt.

Wirbelstürme entwickeln zwar Winde mit enormen Geschwindigkeiten, bewegen sich selbst aber nur gemächlich vorwärts. „Florence“ rückte am Freitag besonders langsam voran – mit nur neun Kilometern pro Stunde.

Die Behörden hatten vorsorglich mehr als eine Million Menschen entlang der Küste aufgerufen, sich vor dem Hurrikan in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen – bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle folgten aber den Aufrufen. An vielen Orten kam es bereits zu Stromausfällen. Duke Energy geht davon aus, dass am Ende ein bis drei Millionen Haushalte und Unternehmen wegen „Florence“ ohne Strom sein könnten. Stromversorger haben Tausende Spezialkräfte aus vielen Teilen der Vereinigten Staaten in die Region entsandt, um nach dem Einsturz von Strommasten die Versorgung wiederherzustellen.

Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt fünf Millionen Menschen in einem riesigen Einzugsgebiet im Südosten der USA von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Sturmfluten, die vom Ozean in die Flüsse und damit ins Hinterland drängen sowie ergiebiger Regen könnten gemeinsam große zerstörerische Kraft entfalten. (dpa)

Weitere Business Travel-News

Skandinavien-Sturm
(0)

Fährverkehr über den Skagerrak eingestellt

Norwegen, Südwestschweden und Dänemark bereiten sich auf Unwetter vor. Ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern soll von Freitagnachmittag an über Skandinavien hinwegziehen. mehr

 

Geschäftsreisen
(0)

Durchbruch bei Bahncard100-Besteuerung?

VDR-Lobbyist Hubert Koch sieht die große Chance, einen der zentralen Verbands-Wahlprüfsteine von 2017 konkret umzusetzen. Es geht um die steuerliche Gleichstellung von Firmen-Bahncards mit Dienstwagen. mehr

 

BCD Industry Forecast
(0)

Geschäftsreisen werden 2019 teurer

Sowohl die Flug- als auch die Hotelpreise steigen im kommenden Jahr leicht. Grund für die wachsenden Hotelpreise ist insbesondere die höhere Nachfrage. mehr

 

Basistarife nur noch im Direktvertrieb
(0)

Lufthansa verärgert Travel Manager

Erneut bringt die größte deutsche Fluggesellschaft ihre Firmenkunden gegen sich auf: Kurzfristig kündigt sie an, dass die preisgünstigen Light-Tarife künftig nicht mehr übers Reisebüro zu haben sind. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media