Ticketvertrieb

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Air France-KLM wehrt sich gegen Sabre

Im Konflikt über den Private-Channel-Vertrieb bezieht Air France-KLM Position gegenüber Sabre. Der GDS-Betreiber hatte verkündet, dass es bisher keine Einigung zum Vermeiden des GDS-Aufschlags der Airlines gebe.

von Georg Jegminat, 13.07.2018, 10:54 Uhr

Seit April 2017 belegt Air France-KLM parallel zur Lufthansa Group sowie British Airways und Iberia Flugbuchungen über ein GDS mit einem Aufschlag von 22 Euro pro Return-Ticket. Einen Weg, über eine so genannte Private-Channel-Vereinbarung, den GDS-Aufschlag zu vermeiden, funktioniert zwischen Air France-KLM und Sabre bisher nicht. Insgesamt spreche man bereits seit einem halben Jahr mit Sabre, teilt die französisch-niederländische Airline-Gruppe auf fvw-Anfrage schriftlich mit.

„Das Vertragsangebot, dass wir Sabre gegeben haben, unterscheidet sich nicht von den Vereinbarungen, die wir mit anderen GDS-Betreibern getroffen haben“, schreibt Air France-KLM. Man hoffe, dass Sabre das Angebot erneut prüft und man sei weiter offen für Gespräche. Ohnehin seien die Private-Channel-Vereinbarungen nur eine Übergangslösung bis der Ticketvertrieb auf das neue Datentransfer-Format NDC (New Distribution Capability) umgestellt werde.

Roshan Mendis, CCO von Sabre Travel Network, hatte im Gespräch mit fvw erklärt, dass die Konditionen von Air France-KLM nicht zufriedenstellend seien. Weder die Sicherheit beim Zugang zu Content, noch die Vertragslaufzeit und die finanziellen Konditionen könne Sabre akzeptieren. Deshalb müssen Reisebüro, OTA und Firmenkunden den Aufschlag für Buchungen über Sabre zahlen.

Der Private-Channel-Vertrieb ist anders als NDC keine technische, sondern eine rein kommerzielle Lösung. Dabei akzeptieren die GDS-Betreiber beispielsweise niedrigere Buchungsentgelte, die sie von den Fluggesellschaften einnehmen. Reisebüros können sich dann von den Airlines für diesen Private Channel freischalten lassen. Air France-KLM verweist darauf, dass sie im Direktvertrieb ein Agent Booking Tool von den Airlines nutzen könnten, um Tickets auszustellen. Dabei fielen keine GDS-Kosten an.

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