Türkei

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Bau des neuen Flughafens Istanbul forderte mindestens 52 Tote

Er ist vergleichsweise schnell fertig geworden – aber zu einem hohen Preis: Beim Bau des neuen Großflughafens in Istanbul starben mindestens 52 Arbeiter. Die türkische Opposition spricht von „Sklavenarbeit“.

05.12.2018, 12:00 Uhr
Beeindruckendes Gebäude: Das neue Hauptterminal vom „Istanbul Great Airport“. Doch der Bau kostete viele Menschenleben.
Foto: IGA

Die größte Oppositionspartei CHP sagte, man habe die Erdogan-Regierung mehrmals darauf hingewiesen, dass die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Flughafens wie „Sklaven“ schufteten. Trotz der Proteste habe sich aber nichts geändert.

Die Zahl von 52 Toten geht aus einer Statistik der zuständigen Sozialversicherungsbehörde hervor, die der dpa vorliegt. In der Statistik wurden 52 tödliche Unfälle seit Baubeginn vor mehr als vier Jahren bis Mitte November erfasst. Die Betreibergesellschaft des Flughafens hatte bislang von 30 tödlichen Arbeitsunfällen gesprochen.

Aus Protest gegen die vielen Unfälle und schlechte Arbeitsbedingungen waren im September 2018 Flughafen-Arbeiter in einen Streik getreten, den die Polizei im Keim erstickte. Am heutigen Mittwoch beginnt im Istanbuler Stadtteil Gaziosmanpasa der Prozess gegen die Protest-Teilnehmer. Ihnen wird unter anderem Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verstoß gegen das Recht auf Arbeit und Teilnahme an einer Versammlung mit Waffen oder unerlaubten Gegenständen vorgeworfen. (dpa)

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