Übernahmen

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Brüssel lässt Lufthansa erneut abblitzen

Lufthansa wollte einen Teil der Auflagen loswerden, die ihr die EU-Kommission bei der Übernahme der Swiss erteilt hatte. Daraus wird jedoch nichts, selbst ein angebotenes Ende vom Joint Venture mit SAS reicht nicht aus.

von Georg Jegminat, 12.07.2018, 16:22 Uhr

Nachdem die EU-Kommission der Lufthansa Ende 2017 keine Freigabe für die Übernahme der österreichischen Airline Niki gab, holte sich Lufthansa nun erneut eine Abfuhr aus Brüssel. Denn die EU-Wettbewerbskommission besteht weiterhin darauf, dass die vor Jahren erteilten Auflagen für die Übernahme der Swiss in vollem Umfang weiter eingehalten werden.

Brüssel hatte 2005 Lufthansa und Swiss Einschränkungen für elf europäische und sechs Langstrecken-Routen erteilt, um Wettbewerbern den Einstieg zu erleichtern. Für die Routen Zürich–Stockholm und Zürich–Warschau hatte die Lufthansa-Gruppe nun beantragt, die Einschränkungen aufzuheben. Dabei geht es etwa um das Abgeben von Slots und weitere Erleichterungen für potentielle Wettbewerber.

Partnerschaften in der Star Alliance

Lufthansa hatte in ihrem Antrag argumentiert, dass sie beim modernen Pricing eingeschränkt werde, was zum Nachteil der Reisenden sei. Die Airline hat sogar angeboten, den Joint-Venture-Vertrag mit SAS für die Route Zürich–Stockholm zu beenden.

Die Argumente reichten der EU-Kommission jedoch nicht aus, heißt es in einer Veröffentlichung. Denn sowohl SAS als auch LOT Polish Airlines sind wie Lufthansa Partner durch die Star Alliance und bleiben dadurch verbunden. Außerdem habe sich in den betroffenen Märkten (Routen) seit 2005 keine wesentliche Veränderung im Wettbewerb eingestellt, wodurch die starke Marktposition der Lufthansa-Gruppe erhalten bleibt.

Lufthansa hatte neben Swiss auch Austrian, Brussels Airlines, Eurowings und Air Dolomiti übernommen. Mit der aktuellen Ablehnung gibt es keinen Präzedenzfall, der für eine Beendigung weiterer Einschränkungen heran gezogen werden könnte.

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