Umweltschutz

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Airlines empört über EU-Beschluss zu Biotreibstoff

Fluggesellschaften senken ihren Kerosinverbrauch durch effizientere Flugzeuge, aber auch durch die Beimischung nachwachsender Rohstoffe. Doch die Europäische Union will die Beimischung nun unterbinden.

von Georg Jegminat, 14.06.2018, 14:27 Uhr
Die Airlines habe begonnen, nachwachsende Rohstoffe dem Kerosin beizumischen. Ein Verbot, Palmöl zu verwenden, ist für sie deshalb ein Rückschlag.
Foto: Lufthansa

In der vergangenen Nacht habe man einen unerwarteten Durchbruch bei der Erneuerbare-Energien-Richtlinie erreicht, heißt es in Brüssel. Das EU-Parlament und die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, dass bis zum Jahr 2030 der Anteil erneuerbarer Energien 32 Prozent erreichen muss. Gleichzeitig wurde ein kompletter Ausstieg aus der Nutzung von Palmöl für Motorantriebe beschlossen, um die Elektromobilität voranzutreiben. Doch der „Durchbruch“ ist ein Rückschlag für die Fluggesellschaften.

Rafael Schvartzmann, Europa-Chef des Airline-Verbands Iata: „Hier wird eine wichtige Möglichkeit zerstört, ein Regelwerk für die Produktion nachwachsenden Flugzeugtreibstoffs zu entwickeln und zu fördern.“ Denn Palmöl wird als Beimischung zum Kerosin genutzt und als Basis für Ersatztreibstoffe gehandelt.

Schvartzmann beschreibt die Bemühungen der Airlines, den Ausstoß von Treibstoffgasen zu verringern. „Die Luftverkehrsbranche hat sich verpflichtet, ab 2020 Kohlenstoff-neutral zu wachsen und bis 2050 sogar nur noch die Hälfte der Kohlendioxid-Menge auszustoßen wie im Jahr 2005.“ Deshalb sei die Unterstützung der Regierungen notwendig, überhaupt ausreichende Mengen Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen (Sustainable Aviation Fuel/SAL) herstellen zu können. Die Iata appelliert an die EU-Mitgliedsstaaten, eine spezifische Regelung für den Luftverkehr zu überlegen und eine SAL-Strategie aufzulegen.

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