US-Südostküste

(0)

Hurrikan „Florence“ beginnt sein zerstörerisches Werk

Schon vor seiner Ankunft schickt Hurrikan „Florence“ zerstörerische Vorboten: Heftiger Regen und meterhohe Fluten ergießen sich über die Südostküste der USA. Wenn das Herz des Wirbelsturms auf Land trifft, werden Millionen Menschen betroffen sein.

14.09.2018, 09:31 Uhr

Mit peitschendem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan „Florence“ noch vor seinem eigentlichen Auftreffen die US-Ostküste heimgesucht. Als eine der ersten Gegenden wurde der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina. Auch New Bern wurde von einer Sturmflut getroffen. Erste Flüsse traten über die Ufer, Uferstraßen wurden überspült. In etlichen Haushalten fiel bereits der Strom aus.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde entsprechen laut Definition des Nationalen Hurrikan-Zentrums einem Hurrikan der Kategorie eins und damit der niedrigsten Hurrikan-Stufe.

Die Situation werde sich in den nächsten Stunden und Tagen drastisch verschlechtern, sagten die Meteorologen voraus. Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami bewegte sich der Wirbelsturm extrem langsam mit nicht einmal zehn Kilometern pro Stunde auf die Küstenregion um die Stadt Wilmington (North Carolina) zu. Dies bedeutet, dass das Zentrum des Sturms mit starkem Wind und ergiebigen Regenfällen lange über der Küstenregion bleiben dürfte.

Die Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast von „Florence“ bis zu vier Tage lang auf das Land ergießt. In der Nähe der Stadt nahm der Stromversorger Duke Energy ein Kernkraftwerk vorsorglich vom Netz. Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt fünf Millionen Menschen in einem riesigen Einzugsgebiet im gesamten Südosten der USA von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Sturmfluten, die vom Ozean in die Flüsse und damit ins Hinterland drängen sowie ergiebiger Regen mit Billionen Litern Wasser könnten gemeinsam große zerstörerische Kraft entfalten.

Während Unentwegte teils auch auf Inseln ausharrten und mit Hilfe von Notstromaggregaten und Vorratshaltung durchzukommen versuchen, verließen Hunderttausende bereits am gestrigen Donnerstag ihre Wohnungen. Sie fanden Unterschlupf bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. In der Hauptstadt Washington wurden wichtige politische Entscheidungen im Senat und im Abgeordnetenhaus verschoben.

„Wir sprechen über ein ausgedehntes Windfeld“, sagte der Leiter der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, am Donnerstag. „Sturmfluten werden ein großes Problem flussaufwärts sein.“ Regenbänder würden tagelang ihre über dem Atlantik aufgesogene Wasserlast über den Küstenabschnitten bis weit ins Landesinnere abladen.

„Der Strom wird weg sein, vielleicht für Tage, vielleicht aber auch für Wochen“, sagte Long. Stromversorger haben Tausende Spezialkräfte aus vielen Teilen der Vereinigten Staaten in die Region entsandt, um nach Einsturz von Strommasten die Versorgung wiederherzustellen. Der Stromversorger Duke Energy geht von ein bis drei Millionen Haushalten und Unternehmen aus, die ohne Strom sein könnten. „Wir müssen damit rechnen, dass 75 Prozent unserer Kunden ohne Elektrizität sind“, sagte der North-Carolina-Chef von Duke Energy, David Fountain.

Der Gouverneur des Bundesstaates North Carolina, Roy Cooper, sprach von „katastrophalen Fluten“, die zu erwarten seien. Mit Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia und Maryland haben fünf US-Bundesstaaten sowie der District of Columbia um die Hauptstadt Washington den Notstand ausgerufen. Die Flutwellen könnten mehrere Meter hoch ausfallen.

Hurrikans werden nach ihrer Windgeschwindigkeit in fünf Kategorien eingeteilt. «Florence» war in den vergangenen Tagen zunächst zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen, der zwischenzeitlich Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde aufwies und sogar in Kategorie 5 aufzurücken drohte. Am Mittwoch ließ er bereits an Stärke nach. (dpa)

Weitere Business Travel-News

Skandinavien-Sturm
(0)

Fährverkehr über den Skagerrak eingestellt

Norwegen, Südwestschweden und Dänemark bereiten sich auf Unwetter vor. Ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern soll von Freitagnachmittag an über Skandinavien hinwegziehen. mehr

 

Geschäftsreisen
(0)

Durchbruch bei Bahncard100-Besteuerung?

VDR-Lobbyist Hubert Koch sieht die große Chance, einen der zentralen Verbands-Wahlprüfsteine von 2017 konkret umzusetzen. Es geht um die steuerliche Gleichstellung von Firmen-Bahncards mit Dienstwagen. mehr

 

BCD Industry Forecast
(0)

Geschäftsreisen werden 2019 teurer

Sowohl die Flug- als auch die Hotelpreise steigen im kommenden Jahr leicht. Grund für die wachsenden Hotelpreise ist insbesondere die höhere Nachfrage. mehr

 

Basistarife nur noch im Direktvertrieb
(0)

Lufthansa verärgert Travel Manager

Erneut bringt die größte deutsche Fluggesellschaft ihre Firmenkunden gegen sich auf: Kurzfristig kündigt sie an, dass die preisgünstigen Light-Tarife künftig nicht mehr übers Reisebüro zu haben sind. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media