US-Südostküste

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Menschen fliehen vor Hurrikan „Florence“

Ein „Monster“ für die Küste: Die Warnungen vor dem Hurrikan „Florence“ sind eindringlich. Der Sturm nähert sich unaufhaltsam der Südostküste der USA. Die Zeit, vor dem Unwetter zu flüchten, läuft ab.

12.09.2018, 18:00 Uhr
Flucht vor dem Hurrikan „Florence“: Auf vielen Straßen bilden sich Staus.
Foto: imago/UPI Photo

US-Präsident Donald Trump und Katastrophenschützer haben eindringlich vor dem Hurrikan „Florence“ gewarnt, der sich der Südostküste der USA nähert. Die Menschen sollten sich in Sicherheit bringen – US-Medien sprachen von mehr als einer Million Betroffenen, die die Küstenregion verlassen sollten.

„Spielt keine Spielchen mit ihm. Er ist groß“, sagte Trump in einer Video-Botschaft über den Wirbelsturm. Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA mahnte, es sei der letzte Tag, an dem Evakuierungen noch ungehindert möglich seien. Es sei absehbar, dass der Sturm schwere Schäden anrichten werde. Das Nationale Hurrikan-Zentrum sprach von einer lebensgefährlichen Situation.

„Florence“ war in den vergangenen Tagen zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen – mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Sturm zu einem Hurrikan der Stärke 5 entwickeln könnte. Diese höchste Kategorie gilt ab Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

Der Wirbelsturm selbst bewegt sich dagegen nur langsam vorwärts – zuletzt mit etwa 28 Kilometern pro Stunde. Erst zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (Ortszeit) soll er auf die Südostküste der USA treffen. In der Schneise des Hurrikans liegen vor allem die US-Bundesstaaten North Carolina und South Carolina, weiter nördlich auch Virginia. Meteorologen sagten zuletzt aber voraus, der Hurrikan könne noch etwas südlich eindrehen.

Trump mahnte auf Twitter, in dem Fall könnten auch Teile des Bundesstaates Georgia betroffen sein. In seiner Video-Botschaft rief er dazu auf, die gefährdeten Küstengebiete zu verlassen. „Wir wollen, dass alle in Sicherheit sind.“ Der Sturm werde bald auf die Küste treffen. Trump versicherte, die US-Behörden seien gerüstet für das Unwetter. „Wir werden damit fertig, wir sind bereit.“ Alle Vorbereitungen seien getroffen. „Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren.“ Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, starkem Regen und extremen Winden.

Die Katastrophenschutzbehörde FEMA sprach von einem sehr gefährlichen Sturm. „Das ist nicht nur ein Tropensturm“, sagte Jeff Byard, ein Vertreter der Behörde. „Das ist ein Mike-Tyson-Faustschlag für die Küste von Carolina.“ Noch könnten die Menschen die Küstengebiete ungehindert verlassen. Alle sollten den Aufrufen der Behörden folgen und das tun. Später sei das nur noch schwer möglich. Byard appellierte auch an die Menschen, Nothelfer nicht dadurch zu gefährden, dass sie in den bedrohten Gebieten blieben und später gerettet werden müssten. Es gebe genug Notunterkünfte.

Viele Menschen wollen ihre Häuser aber nicht verlassen. Darüber hatte etwa die Bürgermeistern des Urlaubsortes Myrtle Beach in South Carolina geklagt. Auch in US-Fernsehsendern meldeten sich immer wieder Menschen aus den bedrohten Küstengebieten zu Wort, die sagten, dass sie lieber zu Hause bleiben wollen. Sie hätten sich mit Essen und Stromgeneratoren eingedeckt und fühlten sich sicher. Behördenvertreter halten das für lebensgefährlich.

Die Katastrophenschutzbehörde erklärte, der Hurrikan werde über Land zwar schnell an Kraft verlieren, starken Regen aber auch in Gebiete bringen, die nicht an der Küste liegen. Byard sagte, es sei noch zu früh abzuschätzen, wie viel Schaden „Florence“ anrichten werde. Absehbar sei aber, dass der Sturm die Stromversorgung unterbrechen, Häuser zerstören und Straßen und Brücken beschädigen werde. (dpa)

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