VDR-Forderung zum Fluggipfel

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In 15 Minuten zum Abflug-Gate

Die Zeit, die Reisende inzwischen am Flughafen verbringen, sei zu lang, so der VDR. Vor allem die Sicherheitskontrollen müssten weitaus schneller geschehen.

05.10.2018, 11:39 Uhr
VDR-Präsident Dirk Gerdom
Foto: fvw/Martin Jürs

Anlässlich des in Hamburg stattfindenden Fluggipfels fordert der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) von den beteiligten Akteuren konkrete Maßnahmen, „um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrs- und Wirtschaftsstandorts Deutschland nicht zu gefährden“, so der Verband. „Das anhaltende Chaos im deutschen Luftverkehr zeigt, dass die Passagierzuwächse und steigenden Sicherheitsauflagen die von staatlicher Seite durchgeführten Luftsicherheitskontrollen in zunehmendem Maße überfordern.“ Privat- und Geschäftsreisende müssten inzwischen bis zu drei Stunden Vorlaufzeit einplanen, um rechtzeitig vor dem geplanten Abflug die Kontrollstellen passieren zu können.

Dieses Nadelöhr schadt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Airports sowie dem gesamten Wirtschaftsstandort und müsse schnellstens beseitigt werden, verlangt VDR-Präsident Dirk Gerdom.

Kritik an Personalmangel und veralteter Technik

Grundsätzlich unterstütze der VDR das Ziel, die höchstmögliche Sicherheit für alle Verkehrsmittel und öffentlichen Bereiche zu schaffen. Gleichzeitig müsse der Sicherheitsgewinn jeder neuen Maßnahme aber den Belastungen für die Reisenden gegenübergestellt werden. „Es muss das Ziel sein, die Wartezeit an den Sicherheitskontrollstellen auf maximal 15 Minuten zu begrenzen“, so Gerdom. §Dazu bedarf es reibungsloser und effektiver Luftsicherheitskontrollen durch den Einsatz zeitgemäßer Techniken und ausreichenden Personals.“

Massive Verspätungen und Flugausfälle

Zu den operativen Problemen am Boden kämen weitere negative Einflüsse wie Kapazitäts- und Personalmangel bei den Fluggesellschaften sowie Streiks von Piloten und Kabinenpersonal hinzu. Die Folge seien massive Flugverspätungen und Flugausfälle. „Unternehmen mit Geschäftsreisenden sind jedoch auf ein verlässliches Angebot angewiesen. Ausgefallene Termine, Umbuchungen und Zeitverlust kosten Geld und sorgen für zusätzlichen Stress bei den Reisenden“, kritisiert Gerdom.

VDR will einheitlichen europäischen Luftraum

Ein weiteres Problem stellt für den VDR die derzeit dezentrale Überwachung des europäischen Luftraums dar. „Zudem ist der europäische Luftraum noch immer ein Flickenteppich. Daher setzen wir uns dafür ein, den einheitlichen europäischen Luftraum zügig zu verwirklichen“, so der VDR-Präsident. „Hierzu bedarf es eines verbesserten Luftverkehrsmanagements und eines Umbaus der Flugsicherungsdienste. Effiziente Flugverbindungen sparen nicht nur Emissionen und damit Kosten, sie bedeuten auch Zeitgewinn für alle Beteiligten.“ (OG)

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