Piloten begehren auf

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Deutsche Gewerkschaft will mit Ryanair verhandeln

Bei Ryanair formiert sich weiterer Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen. In Deutschland stationierte Piloten wollen Tarifverhandlungen aufnehmen.

17.11.2017, 09:41 Uhr
Offenbar wollen Ryanair-Piloten nun auch in Tarifverhandlungen mit ihrem Arbeitgeber eintreten.
Foto: Ryanair

Mit Unterstützung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit haben in Deutschland stationierte Piloten Ryanair zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Zu diesem Zweck sei eine Tarifkommission mit einem professionellen Verhandlungsführer gegründet worden, berichtete die Gewerkschaft am Freitag in Frankfurt. Es liege auf der Hand, dass Ryanair an seinen Stationen nationale Gewerkschaftsverträge aushandeln müsse.

„Ryanair hatte immer eine hohe Fluktuationsrate – wie aus ihren Jahresberichten ersichtlich ist –, aber wir sehen derzeit eine demografische Veränderung bei den Ryanair-Piloten“, erklärte Jim Phillips, Vorstand für Internationales in der VC. „Viele betrachten Ryanair inzwischen als eine Karriere und nicht als einen Zwischenstopp, um ein paar Flugstunden zu sammeln. Die Piloten wollen Familien haben, Häuser kaufen und sie möchten dort leben, wo sie stationiert sind. Familienleben braucht die Stabilität der nationalen Tarifverträge.“

Ryanair-Chef Michael O’Leary hat in der Vergangenheit jegliche Verhandlungen mit Gewerkschaften abgelehnt und stattdessen mit lokalen Piloten-Vertretungen gesprochen. In den vergangenen Monaten hatte sich Widerstand gegen die nach irischem Recht organisierten Arbeitsbedingungen geregt, die unter anderem einen hohen Anteil von Leiharbeitern im Cockpit vorsehen. O’Leary hat die VC in der Vergangenheit stets als „Gewerkschaft der Lufthansa“ abgelehnt. Auch die deutsche Kabinen-Gewerkschaft UFO will mit Ryanair über einen nationalen Tarifvertrag für die in Deutschland stationierten Flugbegleiter verhandeln. (dpa)

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