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Aktuelle Visa-News

Gemeinsam mit dem Dienstleister Visumpoint veröffentlichen wir ab sofort regelmäßig Wissenswertes rund um die Visumsbeschaffung. Welche Länder ändern die Regeln? Worauf ist zu achten?

28.08.2018, 15:02 Uhr
Foto: Getty Images/iStockphoto

Wichtige Neuigkeiten für Indien/Konsulat Frankfurt

Seit kurzem müssen alle Antragsteller, also auch deutsche Staatsbürger, ihrem Visumantrag eine Meldebescheinigung in Kopie beilegen. Alternativ ist eine Kopie der Vorder- und Rückseite des Personalausweises möglich. Nicht-deutsche Staatsbürger benötigen wie bisher eine erweiterte Meldebescheinigung, bei deutschen genügte (bisher) eine einfache. Die Bescheinigung sollte möglichst aktuell sein (nicht älter als sechs Monate). Die Regelung betrifft Antragsteller mit Wohnort Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz oder Saarland, da diese in Frankfurt einreichen müssen.

Weißrussland: Ab sofort 30 Tage Visafreiheit bei Ein- und Ausreise über Flughafen Minsk

Große Visaerleichterung: Bei Ein- und Ausreise über den Flughafen Minsk dürfen sich Staatsbürger aus 80 Ländern (darunter alle EU-Nationen) ab sofort bis zu 30 Tage am Stück visafrei in Belarus aufhalten. Die Regelung gilt sowohl für touristische als auch für geschäftliche Reisen. Sie können mehrmals pro Jahr einreisen, die erlaubte Gesamtaufenthaltsdauer darf jedoch kombiniert nicht 90 Tage überschreiten. Unabhängig ob sie mit Visum oder unter der Regelung zur Visafreiheit einreisen: Übersteigt Ihr Aufenthalt 5 Tage, sind Sie verpflichtet, sich innerhalb von 5 Tagen nach Ankunft bei der Anmeldebehörde zu registrieren. Dies übernimmt meist das Hotel. Neben der Ein- und Ausreise über Minsk gilt es weitere Voraussetzungen zu beachten:

- Es handelt sich um keine Weiterreise aus oder nach Russland oder eine Transitreise

- Reisepass (bei Ausreise noch mind. 3 Monate gültig)

- Sie können ausreichend finanzielle Mittel vorweisen (mindestens 23 Euro pro Aufenthaltstag)

- Sie können einen Nachweis über eine in Weißrussland anerkannte Auslandskrankenversicherung vorlegen (Deckungssumme: mindestens 10.000 Euro)

Indien 1: Erhöhung der Konsulargebühren auf 82 US-Dollar

Elektronische Visa (eVisa) für Indien sind ab sofort teurer. Anstatt wie bisher 51,25 US-Dollar werden nun 82 US-Dollar Konsulargebühr durch die indischen Behörden für deutsche Staatsangehörige und weitere Nationalitäten berechnet. Umgerechnet ergibt dies etwa 72 Euro statt wie bisher etwa 45 Euro. Die Gebühren für Staatsangehörige von Großbritannien, USA und Russland betragen nun 100 Dollar,

Indien 2 Frankfurt/Arbeitsvisum ohne Arbeitsvertrag: Keine Purchase-Order mehr benötigt

Die Annahmestelle des indischen Konsulats in Frankfurt teilt mit, dass für Arbeitsvisa ohne Arbeitsvertrag in Indien (etwa für Montageeinsätze) keine Purchase Order mehr benötigt wird. Zuvor musste dieser Nachweis zum Beispiel in Form eines Kaufvertrages über eine Maschine stets erbracht werden. Auch in Berlin und München gab es vor kurzem diesbezüglich eine Änderung: Dort ist das Dokument nur noch erforderlich, wenn Visa mit einer Gültigkeit von mehr als sechs Monaten beantragt werden.

China: Änderungen bei Visa-Gültigkeit für Erstantragsteller und Nicht-EU-Bürger

Staatsangehörige aus Ländern, die nicht zur EU gehören und die ihr Visum für China in Berlin beantragen möchten, erhalten nach Information der Visa-Annahmestelle dort derzeit maximal Visa zur zweimaligen Einreise mit einer Gültigkeit von 3 Monaten. Änderungen auch in Frankfurt: Erstantragsteller für ein Geschäftsvisum konnten dort nach Ermessen des Konsulats bisher ein Visum mit einer Gültigkeit von bis zu 12 Monaten erhalten. Diese Praxis wird nun nicht mehr ausgeübt. Stattdessen erhalten Erstantragsteller nur noch Visa mit maximal 6 Monaten Gültigkeit.

Usbekistan: Wichtige Änderung bei Entsendungs- und Einladungsschreiben

Ab sofort muss bei Anträgen für Geschäftsvisa nach Usbekistan immer ein Entsendungsschreiben der deutschen Firma beigelegt werden. Erleichterung hingegen bei den Einladungsschreiben: Die Konsulate in Frankfurt und Berlin verlangten zuletzt von deutschen Antragstellern keine Einladungsschreiben des usbekischen Geschäftspartners mehr, wenn die deutsche Firma bereits mehrfach in Usbekistan aktiv war. Allerdings behalten sie sich das Recht vor, ein solches nachzufordern. Daher empfiehlt visumPOINT, immer das Einladungsschreiben beizulegen, wenn es bereits vorliegt oder komplikationslos zu organisieren ist. Nicht-Deutsche Antragsteller sollten nur in Ausnahmefällen ohne Einladungsschreiben beantragen.

Indonesien Berlin: Neuer Visumantrag

Das indonesische Konsulat in Berlin hat seinen Visumantrag aktualisiert. Bitte verwenden Sie zukünftig bei Einreichung in Berlin ausschließlich diesen, da Ihr Antrag sonst abgelehnt werden kann. Kleine Anpassungen sind vor allem beim Layout erfolgt, darüber hinaus wird nun auch nach der E-Mail-Adresse gefragt und es müssen alle begleitenden Familienmitglieder angegeben werden, unabhängig davon, ob diese im eigenen Pass eingetragen sind. Für das Frankfurter Konsulat kann wie bisher der alte Antrag verwendet werden.

Namibia/Business- und Touristenvisa: Bankauszüge der letzten 3 Monate notwendig

Das namibische Konsulat verlangt ab sofort von allen Antragstellern Kopien von Kontoauszügen der letzten drei Monate. Eine Gehaltsabrechnung ist auch bei Geschäftsvisa nicht mehr ausreichend. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass eine Einreichung oder Abholung von Unterlagen immer nur montags bis mittwochs möglich ist. Expressanträge können daher gegebenenfalls erst in der Folgewoche abgeholt werden.

Algerien Frankfurt: Einladung in Kopie ausreichend

Antragsteller für ein Geschäftsvisum oder Montagevisum bis 90 Tage für Algerien müssen bei Einreichung in Frankfurt ab sofort das Einladungsschreiben des algerischen Geschäftspartners nicht mehr im Original vorlegen. Es genügt eine gut lesbare Kopie mit Firmenstempel. Aufgrund der strikten Konsulargebietstrennung betrifft die Erleichterung nur Antragsteller, die nicht in Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen oder Sachsen-Anhalt wohnen. Diese müssen ihren Antrag im Berliner Konsulat einreichen, wo weiterhin auf die Einladung im Original bestanden wird (nur in Notfällen kann ein mit Faxkennung versehenes Fax vorgelegt werden, dieses wird jedoch nicht immer akzeptiert).

Russland München/EU-Bürger und Weitere: Kein Gehaltsnachweis mehr notwendig

Wie die Annahmestelle des russischen Konsulats München bekannt gibt, ist für die Visabeantragung in München kein Nachweis der Rückkehrwilligkeit zum Beispiel in Form einer Gehaltsabrechnung mehr nötig. Dies gilt für alle Visakategorien, jedoch nur für Staatsbürger der EU, der USA, Australiens, Neuseelands und Kanadas. Im Frankfurter Konsulat benötigen nur Geschäftsreisende diesen Nachweis nicht mehr, in Berlin muss er weiterhin immer vorgelegt werden.

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