Wie reist eigentlich ...

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eine Eisforscherin?

Ilka Weikusat ist Eisforscherin (Glaziologin) und untersucht bei einem internationalen Projekt die physikalischen Eigenschaften des Eises auf Grönland und in der Antarktis.

von Sabine Neumann, 21.10.2018, 19:26 Uhr

Der Arbeitsplatz von Ilka Weikusat ist zeitweise eisig. „Polarkleidung wie Daunenjacke und Schneehose nehme ich immer in zwei großen Seesäcken mit nach Grönland“, erzählt die 41-Jährige. „Auch von Frühling bis Herbst herrschen dort mitunter minus 30 Grad.“

Ilka Weikusat ist Eisforscherin (Glaziologin) und untersucht bei einem internationalen Projekt die physikalischen Eigenschaften des Eises auf Grönland und in der Antarktis. Jedes Jahr ist sie vier Wochen lang im hohen Norden anzutreffen. „Da darf ich nichts vergessen,“ sagt sie: „Wir können nicht einfach mal in den nächsten Supermarkt gehen.“ Im Gepäck: drei Tonnen Bohrausrüstung und diverse Mikroskope, um die Eisproben vor Ort untersuchen zu können. Mit müssen zudem ihr eigenes Kopfkissen, Familienfotos und ein Kuscheltier: „Das sucht unser Sohn für mich aus.“

Von Bremerhaven aus fährt sie mit dem Zug nach Kopenhagen, und von dort geht es mit Air Greenland weiter nach Kangerlussuaq, dem größten internationalen Flughafen Grönlands. „Hier warten wir auf ein Hercules-Frachtflugzeug, das uns ins Eastgrip-Camp bringt.“ Die Junior-Professorin ist auch sonst beruflich viel unterwegs – pro Jahr um die 10.000 km.

Sie hat zwar ihren Arbeitsplatz am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, lehrt aber auch Geowissenschaften an der Uni Tübingen und besucht internationale Workshops. Gern erinnert sie sich noch an die Zugfahrten ohne Internet zurück: „Man war online unerreichbar und konnte herrlich nachdenken, also die wirklich wichtige Aufgabe in unserem Beruf erledigen.“

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