Geschäftsreisen planen

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So finden Sie das passende Reisebüro

Das Reisebüro um die Ecke oder ein internationaler Dienstleister? Transaction oder Management Fee? Lesen Sie, was bei der Wahl des richtigen Geschäftsreisebüro-Partners wichtig ist.

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von Martin Jürs, 09.10.2018, 10:54 Uhr

Der hiesige Business-Travel-Markt ist milliardenschwer: Allein im vergangenen Jahr gaben deutsche Unternehmen mehr als 52 Mrd. Euro für gut 187 Mio. Geschäftsreisen aus. Ein Großteil dieses Volumens fließt allerdings an den Reisebüros vorbei. So vereinen die Top Ten der hiesigen Travel Management Companies (TMCs) mit BCD Travel an der Spitze kaum 20 Prozent des gesamten Geschäftsreisevolumens auf sich.

Folgt man Ergebnissen der VDR-Geschäftsreiseanalyse aus dem vergangenen Jahr, dann nehmen immerhin 58 Prozent der Unternehmen mit zehn bis 500 Mitarbeitern bei der Organisation ihrer Dienstfahrten keinerlei Services von Geschäftsreisebüros in Anspruch. Und auch bei Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten nutzen laut Geschäftsreiseverband mittlerweile nur noch 44 Prozent ein Reisebüro – 2008 lag dieser Anteil hier erst bei 14 Prozent.

Grund hierfür ist der wachsende Anteil von Online- und von Direktbuchungen. Besonders deutlich wird dies bei Bahnfahrten und Hotelübernachtungen. So verkaufen die Reisebüros nur noch drei Prozent aller beruflich genutzten Bahnfahrkarten, bei Hotelbuchungen sind es lediglich 1,6 Prozent.

Noch stark im Flug-Geschäft

Noch am stärksten mischen die Reisebüros bei den Flugbuchungen mit. Hier liegt ihr Anteil gemessen am Gesamtvolumen der beruflich bedingten Ticketkäufe bei immerhin 60 Prozent. Doch auch hier droht ein Bedeutungsverlust. Schließlich sind die Fluglinien emsig bemüht, den Anteil ihrer Direktbuchungen auszuweiten.

Trotzdem: Für den schon häufig gehörten Abgesang auf die Reisebüros dürfte es zu früh sein. Zumal die Business-Travel-Branche angesichts stetig zunehmender Vertriebskanäle sowie neuer Herausforderungen zum Beispiel im Bereich der Reisesicherheit immer komplexer wird. Ein Dienstleister, der hier für Durchblick und Orientierung sorgt, ist daher für Unternehmen, die für ihre geschäftliche Mobilität zum Teil Millionen ausgeben, durchaus sinnvoll.

Reisebüros sollen nicht nur Tickets ausstellen

„Reisebüros haben eine Berechtigung im Markt“, sagt dann auch Andreas Konkel, Travel Manager bei der Diehl-Stiftung in Nürnberg und Vorsitzender des Reisebüro-Fachausschusses im VDR. Zumal, wenn sie sich nicht nur auf die Ticketausstellung oder Fahrkartenbuchung konzentrierten, sondern auch noch andere Services anbieten würden.

Unternehmen, die ihre Geschäftsreisen nicht nur online oder direkt bei den einzelnen Leistungsträgern buchen, sondern nach wie vor die meiste Arbeit einem Dienstleister überlassen wollen, sollten bei der Auswahl des Reisebüro-Partners sorgfältig vorgehen. Es muss zum Unternehmen passen, so Andrea Zimmermann von der Unternehmensberatung btm4u. Schließlich hätten große Konzerne andere Ansprüche als der Mittelstand oder kleine Unternehmen. „Benötigte Leistungen müssen im Vorfeld klar mit dem Kunden erarbeitet werden“, empfiehlt Zimmermann. BizTravel nennt Punkte, auf die es bei der Anbieterauswahl ankommt:

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