Reisebüros wandeln sich zu Beratern

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Hier werden Sie geholfen!

So profitieren Unternehmen vom wachsenden Service-Portfolio der Geschäftsreisebüros.

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von Oliver Graue, Sabine Pracht, 08.08.2008, 14:00 Uhr
Gut beraten: Mit dem wachsenden Serviceportfolio können die Reisebüros mehr Geld verdienen als mit der reinen Buchung.
Foto: Philipp Reiss

Was gehört eigentlich in eine Reiserichtlinie? Wie sicher ist mein Zielland? Und wie führe ich Firmenkreditkarten ein? Fragen, die Brigitte Wirsig von ihren Firmenkunden heute häufiger hört als noch vor einigen Jahren. „Das Spektrum der Fragen ist eindeutig größer geworden“, bilanziert die Geschäftsführerin des Hamburger Derpart-Reisebüros Koch Übersee.

Beratung, Service, Hilfe: Längst sind Geschäftsreisebüros zu Vollservice-Dienstleistern für ihre Firmenkunden geworden. Und sie tun einiges, um diesen Mehrwert deutlich zu machen. Hans-Jürgen Gutleben etwa, Geschäftsreise-Leiter von Derpart, ließ sich vom TÜV per Proficert-Siegel bescheinigen, dass seine Büros „einheitliche Qualitätsstandards auf höchstem Niveau“ bieten. Auch Michael Marx, Bereichsleiter Business Plus bei den Lufthansa City Centern (LCC), verweist auf ein solches Siegel: 47 LCC-Reisebüros und die Zentrale schmücken sich mit dem TÜV-Zertifikat DIN EN ISO 9001:2000. Ein äußerer Beweis für „unsere persönliche Betreuung der Firmenkunden und deren hohe Zufriedenheit“, wie Marx es ausdrückt.

Hilfe selbst bei Online-Buchung

Viele Buchungen erledigen Unternehmen heute online. Das Reisebüro kümmert sich dann nur noch um die Ausstellung der Tickets. So erzielte die Kette CWT allein im ersten Halbjahr dieses Jahres in Europa bei Online-Buchungen einen Zuwachs von 55 Prozent.

Gleiches Bild beim Wettbewerber BCD Travel. „Wegen steigender Hotel- und Flugpreise suchen Unternehmen zunehmend nach kreativen Möglichkeiten, die Prozesse zu optimieren”, sagt Stefan Vorndran, Deutschland-Chef von BCD. Doch statt sich von reinen Internet-Anbietern den Schneid abkaufen zu lassen, haben die Reisebüros reagiert: Sie verstehen sich als Helfer bei der Einführung solcher Online-Software, CWT etwa hat eigens hierfür eine eigene Abteilung gegründet.

Bei den Büros steckt das Know-how. Denn sobald die Trips komplizierter werden, stößt die Technik an ihre Grenzen, gibt Andrea Zimmermann, Geschäftsführerin von BTM4U, zu bedenken: „Bei Interkont-Flügen, etwa bei Gabelflügen, ist Reisebüro-Beratung durch nichts zu ersetzen.“ Service lautet das Zauberwort. „Die Nachfrage nach Beratung ist deutlich gestiegen“, bestätigt Wolfgang Straßer, Direktor Kundenmanagement bei HRG. So stellen sich die großen Reisebüro-Verbunde auf neue Aufgaben ein: Hilfe beim Erstellen und Durchsetzen von Reiserichtlinien, Beratung in Sicherheits- und Ökologiefragen, Unterstützung bei Ausschreibungen und bei der Einführung von Firmenkreditkarten.

Das Leistungsspektrum der Anbieter ist groß. Was auch daran liegt, dass Reisebüros mit Beratung heute mehr Geld verdienen können als mit der reinen Buchung. Die Gebühren, die sie für die Ausstellung von Flugscheinen erheben, sind wegen des enormen Konkurrenzkampfs hier zu Lande ins Bodenlose gesunken. „Häufig helfen wir daher, alle Prozesse rund ums Travel Management zu optimieren“, sagt HRG-Mann Straßer: von der Reisegenehmigung über die Buchung bis zur Abrechnung.

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