Terror in Brüssel

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Flughafen bleibt auch Mittwoch geschlossen

Für die Explosionen in Brüssel hat inzwischen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ die Verantwortung übernommen. Es wurde bekannt, dass mehr Menschen verletzt wurden als bislang vermutet. Der Flugverkehr ist stark betroffen.

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22.03.2016, 18:07 Uhr

Im Gebäude des Brüsseler Flughafens ist nach einem Medienbericht des Senders RTBF am Dienstagabend eine dritte Bombe gefunden und entschärft worden. Zuvor waren in dem Gebäude am Dienstagmorgen zwei Sprengsätze detoniert. Der Verantwortliche eines Krankenhauses im nahe gelegenen Löwen sagte laut dem Sender VTM, die Sprengsätze am Flughafen seien mit Nägeln präpariert gewesen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga wurde außerdem eine Kalaschnikow in der Abflughalle entdeckt.

Der Flughafenchef Arnaud Feist teilte auf Twitter mit, dass der Airport auch den Mittwoch über geschlossen bleibe. Über den genauen Zeitpunkt der Wiedereröffnung herrscht Unklarheit: Nach Angaben des nationalen Krisenzentrums steht auf jeden Fall eine Schließung bis 12 Uhr fest. Laut der Nachrichtenagentur Belga könnten die Flugzeuge noch den gesamten Tag am Boden bleiben. Die Agentur zitierte den Flughafenchef damit, dass eine Wiedereröffnung für Donnerstag geprüft werde. Für etwa 1300 Reisende, die am Brüsseler Flughafen festsaßen, wurden derweil Massenunterkünfte mit Feldbetten organisiert.

Bei den Anschlägen am Dienstag in der Abflughalle des Flughafens Brüssel-Zaventem und der Metro-Station Maelbeek im EU-Viertel waren nach offiziellen Schätzungen des nationalen Krisenzentrums etwa 230 Menschen verletzt worden – mehr als bisher bekannt. Etwa hundert Menschen wurden demnach am Flughafen verletzt, weitere 130 bei der Explosion in der Metrostation. Am Flughafen seien etwa zehn Menschen ums Leben gekommen, an der Metrostation ungefähr zwanzig. Die belgische Regierung hat für die kommenden drei Tage Staatstrauer angeordnet.

Inzwischen hat sich die Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu den Attentaten bekannt. IS-Kämpfer hätten „eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt“, meldete die Agentur Amak, die der Terrororganisation nahe steht. Die belgische Polizei veröffentlichte ein Foto von drei Verdächtigen.

 
 
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