Terroranschlag

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Mann tötet in Manhattan Passanten

Mit einem angemieteten Pick-up rast ein 29-Jähriger in der Nähe vom One World Trade Center in Radfahrer und Fußgänger. Acht Menschen sterben, elf werden verletzt.

01.11.2017, 08:08 Uhr
Ein großes Aufgebot an Sicherheits- und Rettungskräften eilte sofort nach dem Anschlag an den Tatort.
Foto: imago/Xinhua

Terror im Herzen von New York: Ein Attentäter ist in Manhattan mit einem Kleinlaster in Fußgänger und Fahrradfahrer gerast und hat dabei mindestens acht Menschen getötet. Der 29-jährige Mann sei mit dem gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg gefahren und habe mehrere Menschen überfahren oder gerammt, teilten die New Yorker Polizei (NYPD) und Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz mit. De Blasio sprach von einem feigen „Terrorakt“.

Die Attacke weckt Erinnerungen an ähnlich verheerende Terrorangriffe mit Fahrzeugen in den vergangenen Jahren. Erst Anfang Juni hatten Angreifer in der britischen Hauptstadt mit einem Transporter Menschen auf der London Bridge überfahren. Knapp ein Jahr zuvor war ein islamistischer Attentäter in Nizza mit einem Lastwagen in ein Menschenmenge gerast. Im Dezember 2016 hatte der Tunesier Anis Amri einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gesteuert.

Nach Medienberichten soll es sich bei dem Täter um einen legal in den USA lebenden Usbeken handeln. Unter den Toten von New York waren nach Angaben der Behörden der jeweiligen Länder auch fünf Argentinier sowie eine Belgierin. Elf Menschen wurden verletzt – unter ihnen ist dem Auswärtigen Amt zufolge auch eine Deutsche.

Die Sicherheitsvorkehrungen in der Mega-Metropole wurden verstärkt, die traditionell am Abend des 31. Oktober in New York stattfindende Halloween-Parade wurde aber dennoch abgehalten. „Das ist ein sehr schmerzhafter Tag für unsere Stadt, aber die New Yorker werden sich nicht wegen eines Terroranschlags ändern“, sagte de Blasio. Polizeichef James O’Neill sprach von eine „Tragödie größten Ausmaßes“. Es gebe aber keine Hinweise auf eine andere akute Bedrohung in der Stadt, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Der Vorfall ereignete sich im Südwesten Manhattans. Auf Höhe der West Houston Street raste der 29-Jährige mit einem gemieteten weißen Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg etwa 20 Straßenblocks weit. Auf Höhe der Chambers Street kollidierte der Truck vor einer High School mit einem Schulbus und kam zum Stehen.

Der Fahrer stieg aus und rief „Allahu Akbar“, arabisch für „Gott ist groß“, wie die Polizei bestätigte. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich später als eine relativ ungefährliche Paintball-Pistole und ein Luftgewehr entpuppten. Der US-Nachrichtensender CNN meldete unter Verweis auf eine Polizeiquelle, in dem Fahrzeug sei eine auf Englisch verfasste Notiz gefunden worden. In ihr heiße es, die Tat sei im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat verübt worden. Andere Medien hatten von einer arabischen Notiz berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es für die Berichte zunächst nicht.

Ein Polizist hatte dem Mann in den Bauch geschossen, er wurde festgenommen, in eine Klinik gebracht und operiert. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus. Der Mann stamme nicht aus New York, hieß es. Nähere Einzelheiten zu seiner Identität wurden zunächst aus ermittlungstechnischen Gründen nicht mitgeteilt. Medienberichten zufolge stammt der Mann aus Usbekistan, kam 2010 in die USA und lebte legal mit einer Green Card in dem Land.

USA-Einreise-Verschärfungen drohen

US-Präsident Donald Trump kündigte er an, dass er seine Regierung angewiesen habe, die Sicherheitsüberprüfungen zu verschärfen. «Ich habe das Heimatschutz-Ministerium gerade damit beauftragt, unser schon jetzt extremes Programm an Sicherheitsüberprüfungen zu intensivieren», twitterte Trump am Dienstagabend. „Es ist in Ordnung, politisch korrekt zu sein, aber nicht dafür!“, fügte er hinzu. Sollte sich die Einschätzung der Sicherheitsbehörden bestätigen, wäre es der erste Terroranschlag in der Amtszeit von US-Präsident Trump.

Trump hat sich für eine Verschärfung der US-Einwanderungspolitik stark gemacht und dies damit begründet, dass er die Terrorgefahr für die USA als sehr konkret einschätze. So wollte er ein Einreise-Verbot für Menschen aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einführen, scheiterte damit aber vor Gerichten. Nun steht allerdings zu befürchten, dass die Einreise-Kontrollen an US-Flughäfen erneut verschärft werden. (dpa/LS)

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