Türkei

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Referendum besiegelt Präsidialsystem

Knapp 50 Mio. Türken stimmten am Ostersonntag über eine stark veränderte Verfassung ab. Der Präsident Recep Tayyip Erdogan erreichte für seine Pläne die absolute Mehrheit der Stimmen. In den drei größten Städten des Landes und den Touristenhochburgen war das „Nein“-Lager jedoch größer.

18.04.2017, 07:43 Uhr

51,4 Prozent der am Referendum teilnehmenden Türken stimmten für die Verfassungsänderungen, die Reyep Tayyip Erdogan so viel Macht verschaffen, wie keinem Präsidenten zuvor seit dem Gründer der türkischen Republik. Einer der ersten Gratulanten war US-Präsident Donald Trump.

48,6 Prozent stimmten jedoch gegen die Pläne des autokratischen Präsidenten. Die Mehrheit der Abstimmenden in den drei größten Städten Istanbul, Ankara und Izmir votierten mit Nein. Auch in den Küstenregionen, die vorrangig vom Tourismus leben, überwogen die Nein-Stimmen klar.

Die Tourismusbranche reagiert verstört auf das Abstimmungsergebnis. Der Berliner „Tagesspiegel“ zitiert allerdings Condor-Chef Ralf Teckentrup: „Wenn es dort noch ein kleines bisschen ruhiger wird, als es derzeit ist, und das Thema Referendum vorbei ist, kann ich mir gut vorstellen, dass die Türkei wieder einen Aufschwung nehmen wird.“

Drei der durch das Votum angestoßenen 18 neuen Verfassungsartikel traten gleich nach der Auszählung unmittelbar in Kraft. Unter anderem ist der Präsident nun vom Gebot zu parteipolitischer Neutralität entbunden.

Landeskenner rechnen damit, dass es nun wohl zu vorgezogenen Neuwahlen kommen wird. (LS)

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