Twin Jet

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Neu von Nürnberg nach Bremen

Die kleine Fluggesellschaft aus der Provence nimmt ihre erste innerdeutsche Strecke auf. Im Fokus stehen Geschäftsreisende.

02.03.2016, 12:10 Uhr
Herzlich willkommen: Jürgen Kohstall (Flughafen Nürnberg, von links), Sebastian Maurans (Flughafen Bremen), Guillaume Collinot (Twin Jet), Olivier Besnard (Twin Jet) und Jan C. Bruns (Flughafen Nürnberg) präsentieren die Begrüßungstorte.
Foto: Andreas W. Schulz

Innerhalb von wenigen Wochen hat Twin Jet gemeinsam mit den Flughäfen Bremen und Nürnberg die neue innerdeutsche Verbindung aufgebaut. Geflogen wird werktäglich im doppelten Tagesrand – wichtig für Geschäftsreisende. Travel Manager wie Inge Pirner von Datev in Nürnberg geben sich denn auch überzeugt: „Für uns ist es wichtig, dass wir unseren Flugreisenden einen reibungslosen Buchungsprozess anbieten können. Twin Jet ist in den gängigen Reservierungssystemen präsent, nimmt am Corporate-Programm von Air France/KLM teil, und wenn jetzt noch zusätzlich die Airplus-Reisestellenkarte käme, dann ist das eine runde Sache.“ Letzteres bedeutet für die kleine Airline einen Lernprozess, denn in Frankreich spielt Airplus natürlich nicht die Rolle wie hierzulande.

Twin Jet, eine kleine unabhängige Regionalfluggesellschaft aus der Provence mit zehn 19-sitzigen Beechcraft 1900D Turboprop, demonstriert seit ihrer Gründung im Jahr 2001, dass man auch im Regionalverkehr erfolgreich sein kann. Zunächst nur innerfranzösisch unterwegs, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren sein Streckennetz schrittweise ausgebaut. Im Fokus stehen dabei immer Geschäftsreisende, die sonst nur umständlich über die großen Flughäfen und Drehkreuze ihr Ziel erreichen können. Chef und Besitzer des Unternehmens ist Olivier Manaut.

Wichtig ist der doppelte Tagesrand

Mittlerweile ist das Streckennetz auf 17 Destinationen angewachsen, mit europäischen Zielen wie Mailand und Zürich. Bereits seit Juni 2014 verkehrt Twin Jet zudem auf der Strecke Stuttgart–Lyon. Für General Manager Olivier Besnard ist es wichtig, „dass wir uns nach den Bedürfnissen unserer Geschäftsreisenden ausrichten, eine doppelte Tagesrand-Verbindung ist da selbstverständlich“.

Das Flugzeug ist in Nürnberg stationiert und startet schon um 6:15 Uhr nach Bremen – nichts für Morgenmuffel. Entschädigt werden die Frühaufsteher mit frischen Baguette-Brötchen aus einer Nürnberger Bäckerei, Kaffee und Tageszeitung. Die Flugpreise können angesichts der kleinen Regionalmaschine natürlich nicht billig sein und liegen im Schnitt bei 400 Euro für Hin- und Rückflug.

Sonderpreise für vielreisende Firmen

„Wir bieten unseren Vielreisenden jedoch Sonderkonditionen an“, sagt Airline-Chef Guillaume Collinot. Viele seiner Kunden buchen sehr kurzfristig. Was für sie zählt, sei nicht primär der Preis, sondern eine schnelle und zuverlässige Verbindung. Damit habe es Twin Jet geschafft, sich in einem Markt zu positionieren, der heute von vielen Regionalairlines nicht mehr wirtschaftlich bedient werden kann. Collinot jedenfalls zeigt sich sicher, dass in einigen Regionen Deutschlands die Flughafenchefs mit Aufmerksamkeit verfolgen, wie sich seine Airline zwischen Bremen und Nürnberg bewährt.

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