Unglück in Russland

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Instrumentenfehler könnte Jet-Absturz verursacht haben

Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz in Russland haben Ermittler einen Hinweis zur Ursache gefunden: Wichtige Instrumente versagten ihren Dienst. Doch es bleibt die Frage nach der Rolle der Piloten.

13.02.2018, 17:58 Uhr

Vereiste Geschwindigkeitsmesser könnten nach ersten Untersuchungen zum Absturz des russischen Flugzeugs mit 71 Toten bei Moskau geführt haben. Beim Start der Maschine Antonow An-148 sei die Instrumenten-Heizung aller drei Messgeräte abgeschaltet gewesen, teilte die Ermittlungsbehörde am Dienstag in Moskau mit. Wie eine vorläufige Analyse der Flugschreiber ergab, froren die Geräte mit zunehmender Höhe ein. So hätten die Piloten fehlerhafte und widersprüchliche Angaben zur Geschwindigkeit der Maschine bekommen.

Nach zwei automatischen Warnsignalen hätten die Piloten den Autopilot abgeschaltet und die Maschine von Hand zu steuern versucht. Das Überstaatliche Luftfahrtkomitee MAK machte keine Angaben, ob die Instrumentenheizung automatisch oder manuell eingeschaltet wird und ob die Piloten den Fehler hätten bemerken müssen. Bei den letzten 15 Flügen sei die Heizung korrekt eingeschaltet gewesen, hieß es.

Die Maschine der russischen Saratow Airlines war am Sonntag wenige Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo abgestürzt. Keiner der Insassen überlebte das Unglück. Das Flugzeug war unterwegs in die Stadt Orsk, die rund 1500 Kilometer von Moskau entfernt nahe der Grenze zu Kasachstan liegt.

An der Absturzstelle suchten Rettungsmannschaften weiter nach den Opfern und nach Wrackteilen. „Bislang sind 1580 Teile gesichtet worden, darunter die Triebwerke der Maschine“, sagte ein Sprecher des regionalen Katastrophenschutzes der Agentur Interfax. Zur Suche wurden etwa 1000 Personen und 200 Fahrzeuge eingesetzt.

Der beschriebene Hergang der Moskauer Unglücks erinnert an den Absturz eines Airbus A-330 der französischem Fluggesellschaft Air France über dem Atlantik 2009. Auch dabei froren den Untersuchungen nach die Geschwindigkeitsmesser ein, wobei die Besatzung falsch auf die Lage reagierte und die Maschine hochzog, bis die Strömung abriss.

An den Untersuchungen in Moskau sind nach MAK-Angaben auch ukrainische Spezialisten beteiligt. Die An-148 ist eine Konstruktion des Kiewer Flugzeugkonzerns Antonow. Das betroffene Flugzeug wurde auch dort gebaut. (dpa)

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