Vereinigung Cockpit

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Bislang nur wenige AB-Piloten mit Einzelbewerbungen

Nach Einschätzung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich bislang erst sehr wenige Piloten der insolventen Air Berlin einzeln bei anderen Fluggesellschaften beworben.

09.10.2017, 17:03 Uhr
Einige Air-Berlin-Piloten bewerben sich zurzeit bei anderen Airlines.
Foto: Air Berlin

„Wir schätzen, dass von den 1250 Kollegen vielleicht 20 bis 50 diesen Schritt gegangen sind“, sagte VC-Sprecher Markus Wahl der Deutschen Presse-Agentur.

Der Betriebsrat wolle bei den in dieser Woche anlaufenden Sozialplan-Verhandlungen weiterhin kollektive Übergangsregeln erreichen, um soziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen, erklärte der Gewerkschafter. Nur so könne eine „Rosinen-Pickerei“ der aufnehmenden Gesellschaften verhindert werden, die ansonsten besonders alte, teure oder aufmüpfige Piloten nicht einstellen würden. Die VC wolle beispielsweise erreichen, dass Familienväter und -mütter gegenüber Singles bevorzugt würden.

Darüber hinaus müssten mit den aufnehmenden Gesellschaften – nach Lage der Dinge wahrscheinlich die Eurowings und Easyjet – Gespräche über die Eingliederung der Air-Berlin-Piloten geführt werden. Hier gehe es um die Anerkennung der dienstlichen Erfahrung ebenso wie um die Funktionen als Kapitän oder Co-Pilot. Mit der Easyjet sei man bislang über ein einleitendes Gespräch nicht hinausgekommen und auch bei der Eurowings hat die VC den angestrebten „Tarifvertrag Wachstum“ noch nicht abgeschlossen. Verdi strebt zudem die Einrichtung einer Transfergesellschaft an. Dafür fehlen aber bislang Geldgeber.

Im Air-Berlin-Konzern gibt es zurzeit rund 6800 Vollzeitstellen, die sich auf etwa 8000 Mitarbeiter verteilen. 900 Stellen bei Niki und 400 Stellen bei LG Walter sind nicht direkt von der Insolvenz betroffen. Etwa 300 Air-Berlin-Mitarbeiter haben laut Unternehmen bereits anderswo eine Anstellung gefunden. An diesem Dienstag wird am Berliner Firmensitz eine Job-Messe stattfinden, auf der große Unternehmen wie Deutsche Bahn und Zalando Arbeitsplätze anbieten wollen.

Allein die Lufthansa-Gruppe habe bei ihrer Tochter Eurowings bereits über 1000 Stellen ausgeschrieben, heißt es in dem Schreiben der Air-Berlin-Führung. „Wir erwarten weitere Stellenausschreibungen in großer Zahl nach einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen.“ Nicht jeder Mitarbeiter von Air Berlin werde jedoch bei den Käufern eine neue Anstellung finden. (dpa)

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