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Sowjetsymbole nicht entfernt

Brutal: An der sogenannten Stalin-Linie tobten im 2. Weltkrieg verheerende Schlachten.
Foto: Klaus-Peter Kaschke

Anders als in den meisten früheren Sowjetmetropolen wurden auch die Symbole aus der 70-jährigen kommunistischen Epoche nicht aus dem Stadtbild entfernt. Sie lassen sich überall in Minsk entdecken, ob an Hausfassaden oder Brückengeländern, als überlebensgroße Reliefs oder in Form von Sowjetsternen in den gepflegten Metrostationen. Kein Wunder: Das Wappen der Republik Belarus, wie Weißrussland amtlich heißt, ziert auch heute noch ein roter Sowjetstern.

Während die Spuren des Weltkrieges in der Stadt getilgt sind, vermittelt die unweit von Minsk gelegene „Stalin-Linie“ einen groben Überblick über die schweren Kämpfe zwischen Wehrmacht und Roter Armee – wenngleich die aus Bunkern und Schützengräben bestehende Anlage erst später angelegt wurde und daher wenig Authentizität ausstrahlt. Sowohl die Bunker als auch die Verteidigungslinien können betreten und abgelaufen werden.

Ergänzt werden sie von einer umfangreichen Ausstellung sowjetischer Militärtechnik. Sie reicht von Unterständen, Patrouillenbooten und Pionierfahrzeugen bis hin zu jenen Hubschraubern, Kampfjets und Interkontinentalraketen, die den westlichen Militärs in Zeiten des Kalten Krieges Bauchschmerzen bereiteten. Sogar Fahrten in restaurierten sowjetischen Kampfpanzern sind möglich. Und mitunter werden sogar Kampfszenen aus dem Zweiten Weltkrieg nachgespielt.

Weißrussland in Kürze

Land: Weißrussland (amtlich auch Belarus) wurde 1991 nach der Auflösung der Sowjetunion unabhängig. Seit 1994 wird das Land zwischen Polen, der Ukraine und Russland autoritär von Aljaksandr Lukaschenka regiert. Auf 208.000 Quadratkilometern Fläche leben 9,5 Mio. Menschen (Deutschland: 357.000 qkm, 82,2 Mio. Einwohner). Hauptstadt ist Minsk mit 1,9 Mio. Bewohnern.

Einreise: Seit Februar 2017 wird bei Ein- und Ausreise über den Minsker Flughafen kein Visum mehr benötigt. Reisende dürfen sich allerdings nur bis zu 5 Tage im Land aufhalten. Für 2018 ist eine Ausdehnung auf 12 Tage geplant. Voraussetzung sind Reisepass, Auslandskrankenversicherung und ausreichend Geld.

Anreise: Direkt ab Berlin (Schönefeld), Frankfurt und Hannover mit der weißrussischen Belavia, ab Frankfurt mit Lufthansa, ab Wien mit Austrian, über Warschau mit LOT.

Hotels: Gut bewertete Häuser sind bereits ab 50 Euro pro Nacht (EZ, ohne Frühstück) zu buchen.

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